Tag 10 – Freitag, 4. September 2022 –

Beelitz – Berlin – Brieselang

Hier das Video als kurzer Abriss des Tages.

Danach ein paar Bilder, dazwischen hin und

wieder Kommentare und ganz zum

Schluss eine Bewertung des Zeltplatzes sowie

ein paar Anekdoten des Tages.

Dieses Video ist aus meiner

Sicht das beste der ganzen

Tour, also bitte anschauen!!!

https://clipchamp.com/watch/btNsNEDC65S

So ein toller Zeltplatz, da mag man garnicht

mehr weg. Aber egal, das hier steht heute an, das

sind ein paar Kilometer. Hinzu kommt, dass

seit dem Vortag der Grundewald in Flammen

stand, auch wurden von einem

Munitionsvernichtungsstandort der

Bundeswehr, der im Gunewald ist, mehrere

unkontrollierte Explosionen gemeldet, die mit

der Hitze und dem Brand zusammen hingen.

Diese Etappe war eigentlich mitten durch den

Grunewald geplant, wegen der neuen Situation

musste ich nun kurzfristig umplanen und einen

anderen Weg fahren.

Hinzu kam, dass in Berlin ein Treffen mit der

Bundestagsabgeordneten Dr. Ottilie Klein

geplant war, da musste ich pünktlich sein.

Hier die ursprüngliche Planung, ganz unten die

Route, die am Ende raus gekommen ist.

Zehn Tage mit Fahrradhandschuhen

hinterlassen im Sommer einen kleinen

Unterschied im Bräunungsgrad der Haut.

Auf dem Weg nach Berlin fuhr ich durch viele

wunderbar duftende Kiefer-Wälder. Leider sind

viele von diesen Wäldern, vor allem im

Grunewald, im Zuge der Hitzewelle und

der daraus resultierenden Waldbränden

vernichtet worden.

Auf einer der Fahrten durch diese Wälder (ich

hatte dooferweise gerade die Kamera nicht

mehr griffbereit) flog ein Habicht mit gleicher

Geschwindigkeit wir ich parallel über meinem

Kopf, um dann mit einem kleinen Schwung

nach oben in sein Nest abzudrehen und dort zu

landen.

Ich habe mich im Nachhinein ein wenig

geärgert, dass ich ausgerechnet diese Sequenz

nicht mit der Kamera fest halten konnte, weil

das schon sehr beeindruckend war und perfekt

in ein Video hinein gepasst hätte.

Da mein Vertrauen in die Sensoren des CGM

(Continuous Glucose Monitoring) Systems,

deren Haltbarkeit und mittlerweile auch die

Verfügbarkeit reduziert war, musste ich einen

Umweg über Neukölln einbauen, um ein

validiertes Blutzucker-Mess-System von einem

Freund und Kollegen abzuholen, da nicht sicher

war, ob das Gerät, das ich in einer Apotheke

am Vortag kostenfrei bekommen hatte, evtl.

auch schon nicht mehr funktioniert.

Die Kirche am Südstern in Berlin

Das Kanzleramt in Berlin

Mit Dr. Ottilie Klein (MdB) vor dem

Deutschen Reichstagsgebäude

Das Brandenburger Tor

Sowjetisches Ehrenmal im Tiergarten

Die Siegessäule

Berlin – Falkensee

Etappenziel erreicht:

Campingplatz

Der Campingplatz „Camping am Havelkanal

in Brieselang ist sehr erinnernswert.

Zelten unter einer gigantischen Kiefer, unter der

normalerweise ein Caravan stehen sollte?

Kein Problem.

Ein eigener Stromanschluß direkt neben dem

Zelt, mit kostenfrei zur Verfügung gestellter

Verteilerdose?

Kein Problem.

Schwätzchen mit anderen Campern, die Dir ihre

Lebensgeschichte erzählen, während Du Dein

Zelt aufbaust?

Kein Problem.

Camper, die Dir ihren Hammer von sich aus

anbieten, um die Heringe im Boden zu fixieren?

Kein Problem.

Saubere Duschen, die mit Duschmarken

betrieben werden, die man nicht braucht, weil

der Automat kaputt ist und die Dusche

trotzdem geht?

Kein Problem.

Arbeitsplatz mit Stromversorgung, Tisch und

Stuhl sowie WLAN?

Okay, diesmal ist die erwartete Antwort „kein

Problem“ nicht passend.

Aber wenn man mit dem Zelt durch

Deutschland fährt und Schnickschnack wie

Ergonomie, Komfort und ähnliches nicht

wirklich braucht, dann findet sich auch eine

Lösung. Und wenn es ein umgedrehter

Fahrradkorb mit Turnschuhen als Ausgleich für

Unebenheiten des Bodens als Schreibtisch ist,

dann geht das auch. Die Fahrradlampe als

Zeltbeleuchtung für eine angenehme

Arbeitsatmosphäre mitsamt iPhone als hotspot

tun ein übriges.

.

Auch der Hunger kann in der Pizzeria auf dem

Platz gestillt werden. Hab ich nicht gemacht,

aber es geht. Und dann zuguterletzt einen

„Coffee to go“ für 1,– € kurz nach Ankunft und

vor der Abfahrt passen gut ins Programm.