
Tag 14 – Mittwoch, 9. September 2022 –
Moorrege – Bovenau
Hier ist das Video als kurzer Abriss des Tages.
Danach ein paar Bilder, dazwischen hin und
wieder Kommentare und und ganz zum
Schluss eine Bewertung des Zeltplatzes und ein
paar Anekdoten des Tages.

https://clipchamp.com/watch/RUwdJkvJWPW

Dies ist die Route, wie sie geplant war. Aber die
konnte so nicht eingehalten werden, denn es
hatte sich etwas unvorhergesehenes eingestellt.

Nein, nicht das Pferd. Das ist bestimmt das von
Klaus und Klaus, aber das war ja auch nicht das
Problem.
Bei zwei meiner vohergehenden Stationen war
das Insulin verbummelt worden, daher musste
ich nun auf einmal Plan C aktivieren. Ich
hatte mir von meiner Hausärztin vorsorglich
(man weiss ja nie….) ein Rezept ausstellen lassen
für das Insulin, das ich für meine Insulin-Pumpe
brauche. Das wollte ich nun umsetzen und
dafür Insulin holen.
Problem dabei war, dass das Insulin, das ich
brauche, aktuell nicht lieferbar war, in ganz
Deutschland nicht. Also musste ich wohl oder
übel die Apotheken, die auf meiner Tour lagen,
abklappern und irgendwo mein Insulin her
bekommen, denn das, was ich noch in der
Pumpe hatte, reichte noch für zwei Tage, ich
war aber noch drei Tage unterwegs.



In der Apotheke in Bad Bramstedt wurde mir
dann gesagt, dass hier auch kein Insulin mehr zu
bekommen sei, dass aber in der Filiale dieser
Apotheke in Trappenkamp, das etwa 30 km
nordöstlich von Bad Bramstedt, aber nicht auf
meiner Route, liegt, noch eine Packung
vorrätig sei.
Also liess die Apothekerin in der Filiale das
Insulin zurück legen, damit ich das dort
abholen könne. Da aber das Rezept nicht genau
dem Format des Insulins, das vorrätig war,
entsprach, musste erst noch geklärt werden, dass
ein passendes Rezept von meiner Hausärztin
ausgestellt und zugeschickt werden würde.
Das hat am Ende auch alles sehr gut geklappt,
bedeutete aber für mich, dass ich nun einen ganz
anderen Weg fahren musste, der rund 30 km
länger war als geplant, und ausserdem dafür
nicht auf mein Navigationssystem zurück
greifen konnte, sondern behelfsmässig Google
Maps als Navigationssytem nutzen musste.
Jeder, der das schon mal mit dem Fahrrad
gemacht hat, wird ahnen, was jetzt kommt …
doch mehr dazu weiter unten.





Wetterbericht
Irgendwie hab ich es total vergessen, an
diesemTag einen screenshot von der Wetter-
App zu machen. Es war aber auf jeden Fall recht
warm, um nicht zu sagen: für Norddeutsche
Verhältnisse heiss. Aber hier der Wetterauszug
in der Region von dem Tag:



Trappenkamp ist ein Nachbarort von
Bornhöved. Ab hier hatte ich nun alle Ruhe und
Zeit der Welt, um entspannt weiter zu fahren,
denn ich hatte wieder Insulin bei mir.
Dachte ich zumindest. Aber da war ja noch
Google Maps… Auf meiner Fahrradtour habe
ich fest gestellt, wie unbeschwert man seinen
Sprachschatz ausreizen kann und die Auswahl
und Kreativität in Sachen Schimpfwörtern
beeindruckende Masse annimmt. Es hört ja
niemand zu und wenn, dann ist das auch egal, so
fern von seinem gewohnten Lebensumfeld…
Damit mich aber nicht auf einmal Google wegen
übler Nachrede verklagt, gehe ich hier nicht zu
intensiv auf die Details ein, betone aber, dass ich
durchaus die Option der Verkehrsführung für
Fahrradfahrer gewählt hatte….
Lediglich Stichworte wie Fahrradwege, die es
nicht gibt, Verkehrsführung über
Bundesstrassen mit Schwerlastverkehr ohne
Fahrradweg oder gar Ausweichmöglichkeit
seien hier erwähnt.
Ausserdem habe ich mich schweren Herzens
dazu entschlossen, nicht auf die Autobahn
aufzufahren, auch wenn die Verlockung doch
gross war….





Schönwohld

Achterwehr

Klein Nordsee

Die Holsteiner schwarz-weisse

Am Ende bin ich wieder auf meine Route
gekommen und konnte mit meinem
ursprünglichen Navigationssystem an meinen
Zielort kommen, mit Zwischenstopp bei Anja,
einer guten Freundin, die ich seit ca. 50 Jahren
kenne.

Die ehemalige DGS (Dörfer-Gemeinschafts-
Schule) in Felde. Hier bin ich zur Grundschule
gegangen.




Etappenziel geschafft


Übernachtung
Diese Nacht habe ich nicht auf einem
Campingplatz zugebracht, auch nicht in einem
Hotel, sondern in der Heuherberge von Familie
Dirk Naeve in Sehestedt am Nord-Ostsee-Kanal.
Eine Übernachtung in der Heuherberge bei
Dirk Naeve ist einfach ein Erlebnis.
Empfehlenswert, sehr empfehlenswert.
Einfache, aber saubere Sanitäranlagen, daran hat
sich aber innerhalb der letzten ca. 15 Jahren, die
ich die Heuherberge nun schon kenne, nichts
geändert. Ausreichend Platz und Infrastruktur,
um einen Arbeitsplatz zu finden, ein voll
funktionsfähiges WLAN, dazu eine
Selbstbedienungs-Bar mit allen möglichen
Getränken auf Vertrauensbasis mit Strichliste,
was will man mehr? Und dann musste ich noch
nicht mal das Zelt aufbauen, denn in den Heu-
Boxen schläft es sich sehr gut.
Am Morgen gibt es ein feines Frühstück mit
allem drum und dran, vor allem Kaffee ohne
Begrenzung, dazu selbstgemachte Marmelade
mit Brötchen, die auch ohne Vorbestellung in
ausreichender Menge da sind.
Ein sehr guter Abschluß, was die
Übernachtungsmöglichkeiten auf der Tour
angeht.