
Tag 4 – Samstag, 30. August 2022 –
Bulau – Bad Soden
Hier ist das Video als kurzer Abriss des Tages.
Danach ein paar Bilder, dazwischen hin und
wieder Kommentare und ganz zum
Schluss eine Bewertung des Zeltplatzes sowie
ein paar Anekdoten des Tages.

https://clipchamp.com/watch/z4yaY4fhD8V
Startklar, nachdem es am Abend und in der
Nacht geregnet hatte. Und das dann mit etwas
Verzögerung… ich hatte meine Lesebrille im Zelt
vergessen und das erst gemerkt, als alles
Zusammen gepackt und das Fahrrad vollständig
beladen war. Also nochmal alles entpacken, Zelt
auseinander nehmen, Brille holen und alles
wieder zusammen wurschteln.
.

Auf der Karte oben der Plan des heutigen
Tages. Allerdings hat sich der dann etwas anders
gestaltet als ursprünglich gedacht.
Es hatten sich technische Probleme eingestellt,
die Gangschaltung hat nicht mehr
einwandfrei geschaltet. Daher musste ich mir
eine Fahrradwerkstatt suchen, was am
Samstagmorgen zu etwas Stress geführt hat.

Der Stress bestand darin, überhaupt erst einmal
eine Fahrradwerkstatt zu finden am Samstag
Morgen.
Das Glück war mir hold, ich fand eine in
Dietzenbach. Der Inhaber war sehr
nett, liess alles andere stehen und liegen und
stellte meine Schaltung ein. Zudem fand er noch
einen anderen Fehler an den Bremsen und
behob den gleich mit und wollte am Ende nicht
einmal etwas dafür haben.
Ausserdem hatte ich zuviel Gewicht
dabei. Die insgesamt 120 kg, die ich mitsamt
Fahrer auf die Strasse brachte, waren eine echte
Herausforderung nicht nur für das Fahrrad,
sondern auch für meine Muskulatur.
Angesichts der bevorstehenden bergigen Tour
über die Rhön beschloss ich, etwas von dem
Gewicht los zu werden. Fürs Abnehmen war der
Zeitpunkt ungünstig und ausreichend Zeit
hatte ich auch nicht, also steuerte ich einen
Paketshop an, in dem ich einen leeren
Versandkarton kaufte.
Darin schickte ich verschiedene Dinge, die zwar
sehr hilfreich waren, auf die ich aber auch
verzichten konnte (die mir zum Teil allerdings
auch an ein paar Stellen später fehlten), an mich
selbst nach Hause und war dadurch etwa 5 kg
leichter unterwegs.
Anekdote nebenbei: In dem Ort suchte ich
vergebens nach einer Postfiliale. Diese war vor
etwa einem Jahr bei einem missglückten
Raubversuch in die Luft gesprengt worden. Bei
dem Raubversuch wollten die Täter wohl den
Tresor aufsprengen, was ihnen nicht gelang.
Dafür legten sie aber das Gebäude um den
Tresor herum in Schutt und Asche. Da dies
wohl offenbar schon der zweite Versuch
ähnlicher Art in demselben Ort war, hatte sich
wohl die Post entschlossen, hier nicht weiter zu
investieren. Allerdings gab es in dem Ort einen
Hermes- und DPD-Shop, in dem mir auch noch
ein Kaffee kostenfrei spendiert wurde.
Um die Mittagszeit herum konnte ich dann
durchstarten.



Das AKW Hanau






zwei benachbarte Kirchen in Hanau


Der Main

Wetterbericht
Beständiges Wetter, moderate Temperaturen um
angenehme, wenngleich etwas warme 28°C,
dafür durchgehend bewölkt, aber kein Regen.
Da macht Fahrradfahren Spass.

Hanau



Die Kinzigtalsperre mit viel zu wenig Wasser


Schlüchtern
Etappenziel erreicht

Unterbringung:
Unterbringung im Hotel Hausmann in
Schlüchtern. Bedingt dadurch, dass der nahe
gelegene Campingplatz nahezu vollständig
ausgebucht war und vor allem darauf
hingewiesen wurde, dass momentan eine
Schulklasse im Ferienlager vor Ort sei, somit die
Nutzung der Sanitäranlagen für Erwachsene, die
nicht zur Schulklasse gehörten, nicht ohne
weiteres gewährleistet werden könne, ebenso
wenig wie ein ruhiger Schlaf oder gar ein
Frühstück.
Seltsame Argumente, aber den Wink mit dem
Zaunpfahl wollte ich doch nicht ignorieren. Im
Hotel Hausmann herrscht auf jeden Fall eine
sehr freundliche Atmosphäre. Leider war am
Tag meines Aufenthaltes gerade Ruhetag, was
die Gastronomie angeht. Daher bin ich eben um
die Ecke zum Chinesen gegangen, der ein sehr
leckeres Essen gezaubert hat. Ansonsten eine
solide Unterbringung mit sicherer Verwahrung
des Fahrrades und sogar der Möglichkeit, am
nächsten Morgen eine fällige Kettenreinigung
mit hauseigenem Reinigungsmittel
vorzunehmen.