
Tag 7 – Dienstag, 2. September 2022 –
Büßleben – Blütengrund (Naumburg)
Hier ist das Video als kurzer Abriss des Tages.
Danach ein paar Bilder, dazwischen hin und
wieder Kommentare und ganz zum
Schluss eine Bewertung des Zeltplatzes sowie
ein paar Anekdoten des Tages.

https://clipchamp.com/watch/b2B8hPqM6Eu

Startklar. Das Wetter ist prima, zwar etwas
warm, aber gut erträglich am Morgen.

Durch Büßleben war ich am Abend des Vortages
bereits durch gekomnen, aber der Ort lag
einfach noch einmal auf der Strecke.





Die Gangschaltung hat Probleme gemacht,
daher musste ich in Weimar erst einmal einen
Fahrradladen suchen, um das Problem beheben
zu lassen.

Weimar

Der Bahnhof von Weimar


Denstedt
Irgendwo in der Ecke um Denstedt herum ist
mir mein iPod verloren gegangen, als er sich
todesmutig während der Fahrt aus meinem Ohr
stürzte und im dickichten Grün des
Fahrbahnrandes liegen blieb. Keine Chance, den
zu finden.
Also fuhr ich einfach mit einem iPod weiter.


Das muss nicht kommentiert werden, oder?

Apolda


Wetterbericht
Es war warm und nicht zu bewölkt, sodass der
Fahrtwind wieder die unangenehme Wärme
ausgleichen musste. So langsam fing ich aber an,
mir etwas Sorgen zu machen wegen des Insulins,
weil das auf dauerhaft hohe Temperaturen
eigentlich nicht ausgelegt ist. Allerdings konnte
ich keine grossen Abweichungen fest stellen, was
den Blutzuckerverlauf angeht, was zumindest
mal ein beruhigendes Signal war.




Relax time

Eberstedt


Burg Saaleck



Naumburg (Saale)

Die Saale

Biergarten beginnt auch mit „B“
Etappenziel erreicht


Campingplatz
Der Campingplatz „Blütengrund“ in
Naumburg hat eigentlich alles, was man
braucht, funktionierende und saubere
Sanitäranlagen und einen sehr romantisch
gelegenen Zeltplatz direkt am See unter
Bäumen.
Ich hatte gerade mein Zelt aufgeschlagen, da
kamen zwei Junge Menschen (so um die 18 / 19
Jahre) mit zwei grossen Kochtöpfen an mir
vorbei marschiert und fragten, ob ich noch
Kapazität hätte, um was von ihrem Reis und
Köttbulla mit Sosse zu übernehmen. Sie hatten
für das Ferienlager gekocht und offenbar die
Portion zu grosszügig angesetzt, sodass sie noch
einiges übrig hatten, das sie nun auf dem
Zeltplatz verteilten. Da ich noch nicht an einem
gelben Sack vorbei gekommen war, um die
Schale von meinem Kartoffelsalat vom
Mittagessen zu entsorgen, hatte ich sogar ein
passendes Gefäss und hab etwas abgenommen.
War super lecker!
Zurück zur Infrastruktur des Zeltplatzes: Das
mit dem WLAN war so eine Sache… Leider
wollte es mir nicht gelingen, ein
funktionierendes WLAN aufzutun. Auch wenn
es gelungen wäre, so stellte ich am nächsten
Morgen fest, so hätte ich noch einen Code
gebraucht, den ich aber wegen geschlossener
Rezeption nicht erhalten hätte.
Daher hat mein iPhone als hotspot herhalten
müssen. Hat auch gut funktioniert. Nur was den
Arbeitsplatz angeht, so war das etwas speziell,
denn ich fand eine Art Gemeinschafts-
Unterkunft, eine Art Hütte, die Regenschutz
bot und mit ausreichend Sitzplätzen und auch
Tischen ausgestattet war. Strom fand ich am
Ende auch, nur daß die Steckdose an einem
Dachbalken installiert war, sodass mein
Spannungsgerät die ganze Zeit wie ein
Damokles-Schwert über mir schwebte.
Dieser Arbeitsplatz hatte aber keinerlei Licht,
und so kam es, dass ein Mensch mich in der
Dunkelheit ansprach und ich mit ihm ins
Gespräch kam. Wir tauschten uns aus und ich
erzählte ihm von meiner Fahrradtour, er mir von
seinen Reiseaktivitäten. Ich würde diesen
Menschen nicht wieder erkennen, wenn ich ihm
begegnen würde, es sei denn, er spricht mich an,
denn ausser seiner Stimme habe ich nichts von
ihm wahr nehmen können. Das ganze hatte eine
etwas gespenstische Atmosphäre. Ungewohnt,
aber auch mal was anderes. So ähnlich dürfte es
sich anfühlen, wenn man blind ist und nur die
Stimme des Gesprächspartners wahr nehmen
kann.